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China und die große Firewall

Posted August 5th, 2008 in tech and tagged , , by Michael

So ganz verstehe ich die Aufregung über die gesperrten Seiten in China ja nicht. Als ich letztes Jahr in China war konnte ich die Sperren ja am eigenen Leib spüren – so war z.B. die Wikipedia nicht erreichbar. Aber kein Problem, ein paar Klicks später funktionierte auch die Wikipedia sowie alle anderen gesperrten Seiten, alles überhaupt kein Problem.

Alles was man dafür benötigt ist

  • ein Server zu dem man sich mittels SSH verbinden kann.
  • ggf. MM3 Proxy Switch für Thunderbird und FoxyProxy für Firefox.
  • ein klein wenig technisches Verständnis
  • eine Anleitung welche sich sehr leicht finden lässt.

Fortan sind alle Verbindungen verschlüsselt, die “Great Firewall” kann nichts mehr ausrichten, da sie den Datenverkehr nicht sehen und die Verbindung daher nicht unterbrechen kann. Funktioniert perfekt und nicht viel langsamer – das Internet in China ist sowieso langsam, teilweise funktionierte es so sogar besser.

Liebe Journalisten – ihr solltet eure Verbindungen sowieso verschlüsseln, also wozu die Aufregung?

2 Responses so far.

  1. krusch says:

    Für alle, denen das zu kompliziert ist, hält der CCC den Freedom USB Stick bereit.

  2. Michael Baierl says:

    Danke für den Hinweis – Tor ist natürlich auch eine Option, aber a) langsam und b) hat in der letzten Zeit recht viel negative Schlagzeilen gemacht, da die Exit-Nodes abgehört werden und man erst wieder SSL verwenden muss… ist also die Frage, ob das was bringt; ein eigener SSH Server ist aber auch nicht immer vorhanden…

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